Eignungsprüfung

Die Suitability Assessment beurteilt die Anlageerfahrung eines Kunden, seine finanzielle Situation, Anlageziele, Risikotoleranz sowie seine Risikotragfähigkeit. Sie stellt sicher, dass vorgeschlagene Anlageprodukte und ‑lösungen angemessen sind, mit dem Kundenprofil übereinstimmen und den regulatorischen Anforderungen entsprechen. Die Suitability bildet die Grundlage für Produktauswahl und Anlageberatung in Beratungs‑ und Vermögensverwaltungsmandaten.

Synonyme / Abkürzungen: Eignungsprüfung, Suitability‑Check, Suitability Review

Anwendungsbereich (Scope): Verwaltete Portfolios, Anlageberatung (Investment Advisory).

Nicht anwendbar auf (Abgrenzung): Execution‑only‑Dienstleistungen ohne Beratungs‑ oder Beurteilungspflichten.

Nicht verwechseln mit: KYC (Know Your Customer), das die Identität und Vermögensherkunft überprüft, nicht jedoch die Angemessenheit von Anlageentscheidungen bewertet.

Beispiel: Vor einer Produktempfehlung überprüft die Bank die finanzielle Situation des Kunden, seine Ziele, seinen Anlagehorizont sowie seine Bereitschaft, Marktschwankungen zu akzeptieren, um sicherzustellen, dass die vorgeschlagene Lösung geeignet ist.