Kundenidentifikations‑ und Sorgfaltspflichten

KYC (Know Your Customer) stellt sicher, dass ein Finanzinstitut die Identität eines Kunden überprüft und die Herkunft sowie die Legitimität seines Vermögens nachvollzieht. Der Prozess umfasst die Erhebung persönlicher Identifikationsdokumente, die Analyse der Mittelherkunft (Source of Funds und Source of Wealth) sowie die Bewertung potenzieller Risiken im Zusammenhang mit Finanzkriminalität. KYC ist eine zentrale regulatorische Verpflichtung zur Prävention von Geldwäscherei, Terrorismusfinanzierung und weiteren unrechtmässigen Aktivitäten.

Synonyme / Abkürzungen: CDD – Customer Due Diligence, Sorgfaltspflichten

Anwendungsbereich (Scope): Sämtliche Kundinnen und Kunden sowie alle Konto‑ und Mandatstypen.

Nicht anwendbar auf (Abgrenzung): Anonyme oder nicht verifizierte Kontobeziehungen.
Nicht verwechseln mit: Eignungs‑ oder Angemessenheitsprüfung (Suitability), die nicht die Kundenidentität, sondern die Angemessenheit von Anlageentscheidungen bewertet.
Beispiel: Vor der Kontoeröffnung überprüft die Bank die Identifikationsdokumente des Kunden, analysiert die Entstehung seines Vermögens und führt Hintergrundprüfungen durch, um die Einhaltung der geltenden Geldwäscherei‑Vorschriften sicherzustellen.