Verbindlichkeiten

Liabilities bezeichnen Schulden, Verpflichtungen oder finanzielle Verbindlichkeiten, die durch die Zahlung von Geld, die Lieferung von Gütern oder die Erbringung von Dienstleistungen zu erfüllen sind.

Bei Banken umfassen Verbindlichkeiten typischerweise Kundeneinlagen, aufgenommene Kredite, begebene Schuldinstrumente sowie weitere finanzielle Verpflichtungen. Verbindlichkeiten werden auf der Bilanz ausgewiesen und gehören zur Insolvenzmasse der Bank, das heisst, sie werden im Fall einer Insolvenz in die Liquidation einbezogen. Im Wealth‑Management‑Kontext können kundenseitige Verbindlichkeiten beispielsweise Kredite, Kreditlinien oder Margin‑Exposures umfassen.

Synonyme / Abkürzungen: Verbindlichkeiten, Finanzielle Verpflichtungen, Schulden
Anwendungsbereich (Scope): Bankenbilanzen, Corporate Finance, Kundenkredite, regulatorisches Reporting.

Nicht anwendbar auf (Abgrenzung): Off‑Balance‑Sheet‑Vermögenswerte oder segregierte Kundenvermögen, da diese keine Verbindlichkeiten darstellen und nicht Teil der Insolvenzmasse sind.

Nicht verwechseln mit: Off‑Balance‑Sheet‑Exposures, die potenzielle oder bedingte Verpflichtungen darstellen können, jedoch erst bei Eintritt bestimmter Ereignisse bilanziell als Verbindlichkeiten erfasst werden.

Beispiel: Ein Lombardkredit eines Kunden wird als Verbindlichkeit auf der Bilanz der Bank ausgewiesen, während die im Depot verwahrten Wertschriften des Kunden off‑balance‑sheet gehalten werden und nicht Teil der Insolvenzmasse der Bank sind.